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Frieden erscheint heute, 60 Jahre nach dem zerstörerischsten
Krieg den die Menschheit je geführt hat, als ein selbstverständlicher
Zustand. Das dies nicht der Fall ist beweist der Krieg im Kosovo,
in einer Region die über 50 Jahre befriedet war. Doch selbst
dieser Krieg gerät immer mehr in Vergessenheit obwohl er uns
sowohl zeitlich als auch räumlich sehr nahe lag, ja an dem
sogar Deutschland beteiligt war. … Aus diesem Grund richtet
sich das Panorama in erster Linie gegen das Vergessen. …
… Der Kriegsschauplatz Berlin wird auf dem
Pariser Platz räumlich erlebbar. Ein Ort, der uns mit seinen
neuen Gebäuden und zahlreichen Sommerveranstaltungen so friedvoll
und lebendig erscheint. Dieser Ort wird durch das Panorama schockartig
wieder in die Zeit von 1945 versetzt.
… Der harte Kontrast von Aufbau und Zerstörung,
von Frieden und Krieg macht die Kriegsgewalt emotional deutlich.
… Um diese Emotionen zu wecken, muss der Betrachter den Raum
1945 betreten können. Dieser Raum muss nun selbst stark genug
sein, den Geist von Berlin nach der Kapitulation zu transportieren.
Um das zu erreichen, habe ich mich für ein Gemälde entschieden.
Gemalte Flächen geben, im Gegensatz zu Fotocollagen aus Schnappschüssen,
an jeder Stelle einen Teil der Intention des Künstlers wieder.
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